Die Geschichte der Höhenrettung

Der Magdeburger Höhenrettungsdienst wurde Mitte der 1980er Jahre eingeführt und ist damit einer der ältesten in Deutschland. Um rund um die Uhr eine Einsatzgruppe von fünf voll ausgebildeten Höhenrettern in den drei Dienstschichten auf der Feuerwache Nord im Dienst zu haben, wurden auf der Basis der Freiwilligkeit rund vierzig Feuerwehrleute zum Höhenretter an der Brand- und Katastrophenschutzschule Heyrothsberge ausgebildet.

3. Deutsche Meisterschaften der Höhenretter

Mit einem herausragenden 3. Platz kehrten die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Magdeburg von den 3. Deutschen Meisterschaften der Höhenretter der Berufsfeuerwehren an die Elbe zurück.


Am 17.06.17 waren die Kollegen der BF Erfurt Gastgeber für 14 Teams aus Deutschland. Auf dem bestens präparierten Trainingsgelände der TEAG wurden die Aufgaben für die Teams sorgfältig vorbereitet, durchgeführt und bewertet

 

 

 

 

Obere Reihe von links: Andreas Schmalstieg, Andreas Anton, Uwe Herhold, Andre´ Sobczak, Daniel Haug, Heiko Fümel Untere Reihe von links: Stephan Severidt, Mario Sämisch, Volker Gennrich

 
Aufgabe1:

 

Ein Fallschirmspringer verfing sich in einer Hochspannungsleitung, dieser musste patientengerecht gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden.

 

 

Aufgabe 2: 

 

 

Vier Höhenretter mussten an einem Gittermast, auf eine Höhe von ca. 23m (im gesicherten und vertikalen Vorstieg) aufsteigen.

 

Aufgabe3:

 

 

Die „Überraschungsaufgabe“ Hier mussten von unserem Team mit verbundenen Augen typische Anwendungen im Höhenrettungsdienst ertastet werden und von seinem Partner, ebenfalls mit verbundenen Augen nachgebaut werden. Nicht das das schwer genug wäre, kamen noch für alle Wettkämpfer 30 theoretische Fragen rund um die Höhenrettung zu Beantwortung dazu.

Am Ende des Tages stand dann fest, dass unsere Höhenretter als bestes aller teilnehmenden ostdeutschen Teams auf dem 3.Platz einkamen.

 

Lediglich die Höhenrettungsgruppen aus Düsseldorf und Hamburg konnten sich vor unseren Kollegen platzieren

 

Die nächsten Meisterschaften werden 2018 in Köln stattfinden.

 


BAM Erik Haegebarth

Wachabteilungsleiter 2.Nord


Aus der Schatzkiste der BF Magdeburg


Bericht und Bilder von Eckhard Werner SRHT der BF MD im Ruhestand

 

Der ehemalige Innenminister Dr. Manfred Püschel erinnert sich an diesen Tag im Oktober 1998:

„Es war ein sehr eigenartiges Gefühl für mich, als mir die Kameraden den Ablauf meiner „Rettung“ vom Dach des 16 Geschossers erklärten. (Foto) Ich bekomme heute noch weiche Knie, wenn ich daran denke, dass ich über die Brüstung musste.

Als ich dann in den Seilen hing, übertrug sich die Ruhe und Professionalität der Höhenretter auf mich und ich wurde etwas ruhiger.

 

Fakt ist, wenn es irgendwie möglich ist, werde ich ein Gebäude immer über die Treppen verlassen – einmal ohne Not mit Seilen an der Außenwand entlang, reicht als Erfahrung für das ganze Leben.

 

Sollten Sie jedoch irgendwann einmal auf die Hilfe der Höhenretter angewiesen sein, dann können Sie sich sicher, dass Sie in guten Händen sind. Denn die Kameraden der Gruppe – Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen – der BF Magdeburg wissen was sie tun, hier sitzt jeder Handgriff!“

Zitat Ende

die höhenretter - ein starkes Team !

 
 
Ich möchte Euch hier den HRD der BF Magdeburg vorstellen.
Der Bericht und die Fotos zeigen nicht das gesamte Team, sondern nur die Gruppe, die die BF Magdeburg 2016 beim Leistungsvergleich in Stuttgart vertreten hat.
Also dann,, lehnt euch zurück und los geht's.......

 

 

 


13. Leistungsvergleich der Höhenretter der Berufsfeuerwehren in Stuttgart

Nachdem im letzten Jahr Hannover im Rahmen der Interschutz Gastgeber des Leistungsvergleich der Höhenretter war, hieß es nun:

 

„Stuttgart, wir kommen!"

 

Am Wochenende vom 17.06.2016 – 19.06.2016 war also Baden-Württembergs Hauptstadt für 14 teilnehmende Mannschaften das Mekka der Höhenretter.

 

 Rund um den Stuttgarter Fernsehturm waren die drei Stationen aufgebaut,

wobei uns die Aufgabe um die „Jakobsleiter“ am schwierigsten erschien.

Folgende Übungen mussten absolviert werden:

 

1. Treppenstieg/ Fernsehturm
2. Besteigen einer „Jakobsleiter“
3. Schachtrettung

 

Durch unser Losglück hatten wir etwas Zeit und waren um 10.20 Uhr mit der ersten Aufgabe, dem Treppenstieg dran, konnten die anderen Teilnehmer ein wenig beobachten.

Mit einem Startlauf von ca. 60m Länge und einem dann folgenden Treppenstieg (ähnlich dem Hochhauslauf am Magdeburger Uni-Tower) mussten etwa 740! Stufen bis in die 7. Ebene auf 144m!

 

von allen fünf für diese Übung vorgesehenen Teammitgliedern erklommen werden.

Diese besondere Teamleistung haben Mario Sämisch, Andre Sobczak, Daniel Haug, Andreas Anton und Andreas Schmalstieg in 8:29 min absolviert.

 

Nach einer kurzen Erholungsphase ging es dann auf die Aussichtsplattform des Fernsehturms, auf ca. 154 m , um uns in die unterste Ebene abzuseilen. Hier wurde besonders auf die Sicherheit in der Ausführung geachtet. Also hieß es keine Fehler machen, sonst gibt es nachträglich noch Zeitstrafen. Am Ende war es die drittbeste Zeit von allen teilnehmenden Mannschaften.

 

 

Tüchtig schweißgebadet ging es in eine Pause, die wir nutzten, um uns für die nächste, wohl schwierigste Aufgabe des Tages aufzustellen.

 

Daniel, Andreas und André durften sich daran probieren.

Die „Jakobsleiter“, eine Art übergroße Strickleiter, bei der die Abstände nach oben immer größer werden, hieß es bis auf ca. 15m Höhe zu erklimmen.

 

Nicht das das nicht schon schwer genug sein würde, es musste ja auch noch ein Kamerad von der Jugendfeuerwehr mitgenommen werden.

Nach dem Startschuss hat sich jeder mit einem Achtknoten eingebunden und gesichert, wobei der Kamerad der JFW von uns eingebunden werden musste.

 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden unsere Höhenretter Ihren Rhythmus, hatten es dann bis zur letzten Sprosse geschafft und konnten den erlösenden „Gong“ schlagen.

 

 

videos - bitte doppelklick


Nach dieser Anstrengung hieß es wieder einmal Kraft tanken, um dann konzentriert die nächste Aufgabe zu gehen.

Die „Schachtrettung“ stand an und wir wussten, dass diese zu 100% klappen musste, um mit einer guten Platzierung nach Magdeburg zurück zu kommen.

 

In einen ca. 5m tiefen „Schacht“ musste der Retter abgelassen und mit der zu rettenden Person wieder hochgezogen werden.

Ohne jegliche Vorbereitung konnte man nach dem Startschuss aus einem zur Verfügung gestellten Materialpool das benötigte Equipment nehmen, um sich dann Hilfsmittel, wie z.B. einen Flaschenzug, bauen zu können.

Hier vertrauten wir auf unsere Erfahrung in der Improvisation und hatten in einer Zeit von 3:10 min die Person gerettet.


Die hervorragende Teamleistung stellte die zweitbeste Zeit aller Wettbewerber dar. Alle Aufgaben wurden ohne sicherheitsrelevante Strafzeiten absolviert, so dass für uns zum Schluss in der Gesamtwertung ein 7. Platz 7 zu Buche stand. Ein bisschen stolz waren wir schon, dass wir den späteren Sieger, die BF Berlin, im direkten Vergleich bei zwei Übungen schlagen konnten.



Die vierte und letzte Übung des Tages hieß Siegerehrung und Erfahrungsaustausch, wo dann den Siegern sowie allen teilnehmenden Mannschaften mächtig Applaus und Respekt entgegen gebracht wurde.

Dieser auf einem sehr hohen Niveau stehende Wettkampf zeugte von der hohen Einsatzbereitschaft in der Höhenrettung Deutschlands.

Danke an die Stuttgarter Kollegen für ein tolles Event und an alle Mitstreiter von der BF Magdeburg, die wieder mal alles für ihre Feuerwehr gaben.


Andreas Schmalstieg, Daniel Haug, Ernst Datow, Mario Sämisch, Andreas Anton sowie André Sobczak Wie heißt es so schön:

„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! “.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Leistungsvergleich, der dann in Erfurt stattfinden wird


 

 

Hbm Andreas Schmalstieg


Einsatzführer Höhenrettung

3. Wachabteilung Nord

 

 

 


 

 

v. l. Andreas Schmalstieg, Mario Sämisch, Daniel Haug, Ernst Datow, Andre Sobczak und Andreas Anton

 

 

Der HRD der BF Magdeburg gehört zu den Top Ten in Deutschland